spes viva e.V. - Gemeinnütziges Hilfswerk auf Gegenseitigkeit

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    Operationsraum mit Krankenstation in Laba-Lakas
    (Demokratische Republik Kongo)

    Zielgruppe und Zielsetzung

    In Zusammenarbeit mit der Missionsstation Laba-Lakas der Diözese Idiofa engagiert sich Spes Viva für den Bau und Unterhalt eines Operationsraumes mit Krankenstation für rund 60.000 Menschen in Laba-Lakas und den umliegenden Dörfern der Region Laba, im Distrikt Banga, im Südwesten der Demokratischen Republik Kongo.

    Ziel ist es, die medizinische Versorgung zu verbessern und somit die Sterblichkeitsrate zu senken. Hierzu wurde das bestehende Gesundheitszentrum (Ambulatorium) in der Missionsstation Laba-Lakas durch einen Operationsraum mit einer Krankenstation erweitert. Im Rahmen einer "kleinen Chirurgie" fallen am häufigsten an: Entbindung durch Kaiserschnitt, Entfernung von Blinddarm und Heilung von Leisten- und Knochenbrüchen, sowie Unfallchirurgie.

    Entwicklungspolitische Begründung

    Die Missionsstation Laba-Lakas liegt in einer dicht besiedelten Region zwischen Kinshasa und Kanaga und zählt ca. 30 bis 40 Einwohner pro Quadratkilometer. Sie verfügt über ein staatlich anerkanntes Gesundheitszentrum (Ambulatorium) mit einer Entbindungsstation. Neben der einfachen medizinischen Betreuung steht das Personal des Gesundheitszentrums der Landbevölkerung für medizinische Beratung und vorbeugende Maßnahmen, wie z.B. ausgewogene Ernährung, zur Verfügung.

    Abgesehen davon, dass es kaum Transportmöglichkeiten für kranke Menschen gibt, kommen erschwerend die hohen Kosten für eine stationäre Behandlung hinzu. Das einzige staatliche Krankenhaus in der Diözese in Idiofa ist wie die übrigen staatlichen Einrichtungen schlecht ausgestattet und organisiert. Das Projekt in Laba-Lakas ist auf dem Weg, für die gesamte Region zwischen Idiofa und Ipamu zur wichtigsten Anlaufstelle für medizinische Versorgung und operative Eingriffe zu werden.

    Projekt und andauernde Maßnahmen

    Im Auftrag der Diözese betreuen derzeit fünf Schwestern der Congrégation des Soeurs de la Sainte-Famille de Bordeaux das Gesundheitszentrum und eine höhere Schule für Mädchen. Für das Gesundheitszentrum (Ambulatorium) mit angegliederter Entbindungsstation sind drei Ordensschwestern freigestellt; die ausgebildeten Krankenschwestern (darunter eine Sozialarbeiterin) werden von einem kleinen Team von Krankenschwestern und Krankenpflegern unterstützt.

    Es wurde einen Operationsraum mit einfacher Ausrüstung und eine dazugehörige Krankenstation errichtet. Die Stromversorgung für Licht und Kühlschrank zur Aufbewahrung von Medikamenten wird durch eine kleine Solarstromanlage gewährleistet. Die notwendige Ausrüstung lieferte die Firma Technologie Transfer Marburg in die dritte Welt e.V. (TTM).

    Kinder in Idiofa Einweihungsrede des bischöflichen Vertreters Der fertige Operationsraum

    Die Wasserversorgung ist durch einen Anschluß an die bestehende Wassergewinnung von Quellwasser mit einer Pumpe der Missionsstation sichergestellt. Der Operationsraum mit Krankenstation wurde mit Backsteinen errichtet. Die Böden und Wände wurden gefliest. Das Dach besteht aus einer Holzkonstruktion mit Wellblech.

    Zur Betreibung des Operationsraums mit Krankenstation wurde ein ausgebildeter Arzt von der Diözese eingestellt und bezahlt. Die Patienten ihrerseits bezahlen, soweit möglich, realitätsnahe Preise für die Behandlung.

    Stärkste gesellschaftliche Kraft

    Die Diözese Idiofa ist so groß wie die ganze Schweiz. Eine Million Menschen leben hier; 60 Prozent davon sind Katholiken. Der Bischof von Idiofa, Louis Mbwol Mpasi, kann in der Seelsorge auf die Mithilfe von 170 Priestern, Schwestern aus vier verschiedenen Kongregationen und zahlreichen Laien, Frauen und Männer, zählen. Er residiert in Idiofa, dem Zentrum der Diözese, einer Stadt mit rund 100.000 Einwohnern.

    Für die vielen Aufgaben stehen nur wenig Mittel zur Verfügung. Es fehlt an Geld, Material und qualifiziertem Personal. "Der Staat versagt auf der ganzen Linie, besonders im sozialen Bereich", stellt Bischof Mbwol Mpasi fest. Der Staat übertrage der Kirche zwar Aufgaben, stelle aber die notwendigen Mittel nicht zur Verfügung, kritisiert er. Trotzdem ist der Bischof zuversichtlich. Im Moment sei die Zusammenarbeit mit dem Staat gut: "Es gibt Bemühungen, die es erlauben, die bestehenden Schwierigkeiten zu überwinden", erklärt er.

    Projektträger im Entwicklungsland

    Der Projektträger im Entwicklungsland ist die Missionsstation in Laba-Lakas, eine Einrichtung der Diözese Idiofa. Den Ausbau des Ambulatoriums hat im Auftrag von spes viva e.V. die kirchliche Selbsthilfeorganisation "KIMVUKA YA LUTONDO" getragen.

 


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