Prof. Dr. Dr. Claude
OZANKOM, Abbé Rudi SPATSCHEK und Dr. Norbert
BISCHOFBERGER
26.12.1998 bis 09.01.1999
Nach einem kurzen Aufenthalt in der Hauptstadt
Kinshasa haben wir unsere Reise ins Landesinnere
über Kikwit nach Idiofa fortgesetzt. Von
Idiofa aus sind wir nach Laba-Lakas weitergereist.
Mit Freude haben wir festgestellt, dass die Bauarbeiten
an unserem Projekt grosse Fortschritte gemacht
haben. Architekt und Bauleute haben uns stolz
ihre Arbeit gezeigt. Der Rohbau für den OP-Raum
ist fertiggestellt; in den nächsten Wochen
und Monaten wird der Innenausbau (gefliester Boden,
Wandverkleidungen und Türen) abgeschlossen.
Der neue Pfarrer in Laba-Lakas, Roland Ndandula
(siehe Foto rechts), hat mit seiner engagierten
Art wesentlich dazu beigetragen, dass die Arbeiten
trotz schwieriger Randbedingungen gut vorangekommen
sind. Die Bauleute haben erneut auf Zeitverzögerungen
bei der Lieferung von Baumaterial insbesondere
aus Kinshasa hingewiesen. Hierfür waren neben
dem schlechten Zustand der Strassen die politischen
Unruhen im Sommer 1998 ausschlaggebend.
Die Einrichtung für den Operationsraum, eine
Solarnotstromanlage und Medikamente aus Deutschland
sind in der Hafenstadt Matadi angekommen. Die
Modalitäten für einen möglichst
sicheren Transport nach Laba-Lakas haben wir vor
Ort besprochen. In Idiofa sind wir mit Bischof
Mgr. Louis Mbwol Mpasi (siehe Foto rechts),
dem offiziellen Vertreter des Projektpartners
zusammengekommen. Dabei haben wir angeregt, dass
für die Installation der Geräte vor
Ort ein Techniker und der zukünftige Arzt
des Krankenhauses konsultiert werden. Weiter haben
wir auf die Notwendigkeit einer regelmässigen
Berichterstattung von Seiten des Projektpartners
hingewiesen.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung hat spes viva
e.V. im Oktober 1998 zugesichert, dass die Laufzeit
für das Projekt aufgrund der politischen
Situation in der Demokratischen Republik Kongo
bis zum 30.06.1999 verlängert wird. Nach
unserem Besuch sind wir davon überzeugt,
dass das Krankenhaus seinen Betrieb bis Mitte
des Jahres aufnehmen kann.
München, 20.01.1999
Dr. Norbert Bischofberger |