5. Medizin -
Gesundheit ist das Wichtigste
In der Demokratischen Republik Kongo praktizieren nur sehr wenige
Ärzte. In der Hauptstadt Kinshasa ist die medizinische Versorgung ausreichend,
auf dem Land ist sie jedoch nicht genügend entwickelt. Internationale
Hilfsorganisationen und traditionelle Heiler sind oftmals die einzigen Stellen,
an die sich die Bevölkerung wenden kann, um medizinische Hilfe zu erhalten. Malaria
ist genauso weit verbreitet wie Gelbfieber, Typhus und Cholera.
Eine besondere Bedrohung für die Volksgesundheit stellt AIDS
dar.
1999
wurde in Laba Lakas, das etwa 70 km östlich von Idiofa
gelegen ist, ein OP-Saal und ein kleiner Bettentrakt errichtet.
Dieses Projekt, das etwa DM 250.000,- kostete, wurde von privaten
Spendern in Deutschland über das gemeinnützige Hilfswerk spes viva e.V., sowie über Mittel des Bundesministeriums
für Entwicklung und Zusammenarbeit finanziert.
Dieses kleine Krankenhaus hat so großen Zulauf gefunden,
dass es notwendig geworden ist, die Krankenstation weiter
auszubauen.
Die
Diözese Idiofa hat die Trägerschaft und somit die Verantwortung für
das einst staatliche Krankenhaus in Idiofa übernommen,
da sie allen Bewohnern der Region einen Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglichen
will. Die Gebäude müssen aber dringend
renoviert werden.
Da die Bevölkerung von Idiofa in den letzten Jahren angewachsen ist und die
Einrichtungen des Krankenhauses veraltet, unhygienisch, unzureichend,
um nicht zu sagen zerstört sind, genügt das bestehende Krankenhaus nicht
mehr den tatsächlichen Bedürfnissen.
Wie in der gesamten Bevölkerung benötigen
auch die in der Diözese Idiofa lebenden alten und kranken
Priester, Ordensmänner und -frauen eine medizinische Versorgung und Begleitung.
Bis jetzt gibt es in der Diözese noch keine dahingehende Struktur, die diese
Begleitung erlauben würde.
In einem Umfeld, in dem es weder ein Versicherungs- noch ein
Pensionssystem gibt, lastet diese Situation schwer auf der Diözese, die
oftmals versucht, ihre alten und kranken Priester und Ordensangehörigen
in der Obhut einzelner Pfarreien zu lassen, die sich wiederum überfordert
fühlen, da sie weder Zeit, noch Mittel, noch die passenden Strukturen haben,
um eine regelmäßige Pflege und Begleitung zu gewährleisten.
Es ist also unabdingbar, dass die Diözese Mittel und Wege findet, die es ihr
erlaubt, ein Alten- und Pflegeheim zu bauen und so die alten
und kranken Priester und Ordensangehörigen aufzunehmen.
Ebenso ist der Bau eines diözesanen Sanatoriums
notwendig, welches erlaubt, den Gesundheitszustand der Diözesanpriester,
der Pastoralassistenten und Ordensangehörigen nach oft jahrelanger entbehrungsreicher
Arbeit wieder zu verbessern und einen Ort zu bieten, an dem sie sich während
ihrer Genesungszeit ausruhen und neue Kräfte für ihre Arbeit tanken können.
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