2. Agrar- und Forstwirtschaft -
die wichtigste Einahmequelle der Menschen
Die Region von Idiofa produziert in erster Linie Mais, Reis, Maniok,
Kaffee, Palm- und Erdnüsse, sowie Palmöl. Zur Verarbeitung dieser
und anderer Nahrungsmittelprodukte verfügt die Diözese über eine mittlerweile
stark veraltete Agrarraffinerie, mit der sie die von den
Bauern abgenommenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse veredelt und anschließend
weiterverkauft.
Dies trägt einerseits dazu bei, dass die Menschen ausreichend
mit Nahrung versorgt weden und andererseits werden hiermit die dringend benötigten
finanziellen Einnahmen für die Diözese ein Stück
weit gesichert. Durch eine höhere Liquidität zum Aufkauf der Erzeugnisse
der Bauern, könnte die Diözese ihre Aktivitäten zum Wohle der Kleinbauern
wesentlich ausweiten.
Die
Region von Idiofa ist für Fischzucht hervorragend geeignet.
Es gibt genügend kleine Flüsse, um Fischteiche anzulegen,
in denen dann die verschiedensten Fischarten gezüchtet
werden könnten. Trotz Privatinitiativen konnte bisher aber keine nennenswerte
Produktion erbracht werden, da die verwendeten Mittel und Methoden
weder effizient noch effektiv waren. Deshalb konnte die Erwerbs- und Ernährungssituation
auch in diesem Bereich in der Region nicht verbessert werden.
Hier würde eine geeignete Ausbildung es den Menschen
ermöglichen, diese Einkommensquelle zu nutzen, um sich und der Region zu helfen.
Diese Initiative kann sowohl die Ernährungslage wie
auch die wirtschaftliche Situation innerhalb der Diözese
erheblich verbessern.
Mit dem Ziel, mehr Entwicklungsarbeit zu leisten
und zu fördern, möchte die Diözese vor allem ein Vorbild für die
vielen Kleinviehzüchter sein und sie durch ihr Handeln
und ihre Ratschläge motivieren.
Ähnlich wie bei der Fischzucht könnte die Diözese auch bei der Kleinviehzucht
durch Sensibilisierung der Motivation, sowie der Aus- und Weiterbildung
der Züchter die Situation entscheidend verbessern.
Ein
weiteres großes Problem in der Region von Idiofa ist der Mangel
an tierärztlicher Versorgung. Es kommt immer
wieder vor, dass die Bevölkerung durch Tierseuchen
oder gefährliche Tierkrankheiten einen Großteil
des Tierbestands verliert. Das ist nicht nur ein riesiger materieller Verlust, sondern
auch eine Entmutigung, mit der Tierzucht fortzufahren.
Leider gibt es keine richtige tierärztliche Versorgung in
der Region, die der Bevölkerung in solchen Situationen helfen könnte.
Eine staatliche tierärztliche Versorgung existiert überhaupt nicht. Die
verzweifelte Anwendung traditioneller Mittel verliert sich
in Wirkungslosigkeit. Die Folgen sind katastrophal und bei
den Bauern macht sich Mutlosigkeit breit.
Abholzung und Bodenerosion
gehören ebenso zu den großen Problemen, mit denen sich die Region Idiofa
konfrontiert sieht. Hervorgerufen vor allem durch eine übertriebene
und maßlose Verwendung von Holz als Energiequelle. Dieser unverantwortliche
Umgang mit der natürlichen Ressource „Wald“ wird in absehbarer Zeit
verheerende Konsequenzen nach sich ziehen, nicht zuletzt Trockenheit
und Erosion des einst fruchtbaren Bodens.
Um dieser Entwicklung so schnell wie möglich entgegenzuwirken, wäre eine
Wiederaufforstung des Waldes mit schnellwachsenden
Hölzern notwendig. Die Bevölkerung wird damit eine unbedenklichere
Energiequelle finden. Dadurch wäre eine nachhaltige, zukunftsbezogene
Bewirtschaftung des Waldes gegeben und das Schlimmste könnte verhindert
werden. |