Lebensumstände und Probleme in der
Diözese
Die Diözese Idiofa liegt in der Demokratische Republik
Kongo, die das Potential besitzt, eine der reichsten Nationen
Afrikas zu werden. Das Land verfügt über verschiedene
ergiebige Rohstoffvorkommen, die allerdings bis heute nur
ansatzweise erschlossen sind.
Die
Mehrzahl der Erwerbstätigen ist in
der Landwirtschaft tätig. Zu den wichtigsten Agrarerzeugnissen
zählen Maniok, Mais, Palmöl, Bananen, Reis, Kautschuk
und Holz. Kaffee ist das wichtigste „Cash crop“.
Das Land gehört zu den größten Förderern
von Diamanten weltweit. Hauptexportgüter sind Cobalt,
Kupfer, Diamanten, Gold und Rohöl. Der Bergbau
und die Verarbeitung von Mineralien bilden die beiden
wichtigsten Standbeine der Industrie im Kongo. Die großen und
zahlreichen Wasserwege im Binnenland eignen sich hervorragend
zur Erzeugung von billiger hydroelektrischer Energie.
Aufgrund von Misswirtschaft, Diktatur
und Bürgerkrieg befindet sich das Land in einem desolaten
Zustand. Die Diözese ist finanziell ausgeblutet.
Wir sind davon überzeugt, dass diese Situation verbessert werden kann, da in der Bevölkerung ein ehrlicher Wunsch und ein starker Wille nach einer Verbesserung der Lebensumstände vorhanden ist.
Es fehlen lediglich die finanziellen Mittel, die einen Wiederaufbau bzw. einen Aufbau erlauben würden. Nur Hilfe aus dem Ausland kann der Bevölkerung helfen.
Diese Situation lässt sich am Beispiel der Diözese
zusammenfassend folgendermaßen beschreiben:
- Zerstörung der staatlichen
wie gesamtkirchlichen Infrastruktur
durch Krieg, Bürgerkrieg und Wirtschaftsniedergang
- Unter den Auswirkungen des wirtschaftlichen
Zusammenbruchs im ganzen Land – vor allem
in den Provinzen Bandundu, Kasai–Occidental und
der Stadt Idiofa – leiden die Menschen ganz besonders
schlimm
- Übernahme einst staatlicher Einrichtungen
durch die Diözese, um zumindest eine Minimalversorgung
der Bevölkerung aufrecht zu erhalten
- Finanzielle Ressourcen fehlen
der Diözese gänzlich
- Das Transport- und Verkehrssystem
befindet sich in einem katastrophalen Zustand: die Straßen
sind größtenteils zerstört und öffentliche
Verkehrsmittel existieren nicht mehr. Somit ist der Handel
zwischen der Landbevölkerung und den städtischen
Käufern unmöglich geworden. Die hiervon besonders
betroffenen Bauern können so kaum noch ihre Familien
unterhalten.
- Auch im Pastoralbereich ergeben
sich erhebliche Schwierigkeiten, da es für die Priester
fast unmöglich geworden ist, alle christlichen Gemeinden
und Missionsstationen zu erreichen.
- Die fehlende medizinische Versorgung
sowie der Zustand der sanitären
Einrichtungen haben katastrophale Auswirkungen auf
die gesamte Bevölkerung. Eine ärztliche Versorgung
der Bevölkerung ist so nicht mehr gewährleistet.
- Auch die Seelsorger/innen
der Diözese sind nicht ausreichend medizinisch versorgt.
-
70
% der Bevölkerung sind Kinder und Jugendliche.
Sie haben weder genügend Ausbildungsmöglichkeiten
noch Zukunftsperspektiven.
- Medizinische, soziale, wirtschaftliche
und wissenschaftliche Einrichtungen fehlen. Sie sind
Voraussetzung für Aufschwung und gesellschaftliche
Entwicklung.
|